PSYCHOLOGIE

6 Tipps wie Sie konstruktiv Kritik üben

Klare Worte müssen ab und zu sein, doch sachlich zu kritisieren fällt häufig schwer – Ermahnungen einzustecken desgleichen. Wer ein paar Regeln beachtet, kann seinen Ärger besser im Zaum halten und wird berechtigte Beanstandung nicht gleich als persönlichen Angriff auffassen.

10.03.2020

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Klare Worte müssen ab und zu sein, doch sachlich zu kritisieren fällt häufig schwer – Ermahnungen einzustecken desgleichen. Wer ein paar Regeln beachtet, kann seinen Ärger besser im Zaum halten und wird berechtigte Beanstandung nicht gleich als persönlichen Angriff auffassen.

 

KRITISIEREN NACH REGELN

 

1. Das Gespräch positiv beginnen

Wer einfühlsam auf den anderen zugeht, sodass die Person nicht den Eindruck bekommt, sie sitze auf der Anklagebank, schafft eine gute Ausgangsbasis für die Aussprache. Der Angesprochene ist eher bereit sich zu öffnen, als wenn er sich von Anfang an in eine Verteidigungsposition gedrängt sieht.

2. Den Sachverhalt klar ansprechen

Vage Behauptungen und allgemeine Floskeln bringen ebensowenig wie Anschuldigungen von Dritten, die die Situation womöglich einseitig oder bewusst verfälscht darstellen. Besser: ohne Schuldzuweisung den Sachverhalt schildern, sodass der Kritisierte genau weiß, worauf sich das Gespräch konzentriert.

3. Um Stellungnahme bitten

Jede und jeder hat das Recht, die zu bemängelnde Situation aus seiner Sicht darzustellen, und sollte, ohne Zwischenkommentare und Unterbrechungen, angehört werden. Vielleicht gab es ungenaue Absprachen oder Dinge, die unterschiedlich interpretiert wurden.

4. Über Ursachen und Folgen diskutieren

Häufig lassen sich Fehler nur dann korrigieren, wenn die Ursachen bekannt sind und man weiß, warum etwas schlecht gelaufen ist. Es ist wichtig, danach zu forschen, denn der Zweck des Nachhakens liegt im Ausmerzen der Fehlerquelle, in der Verbesserung der Situation, nicht in der Verurteilung des anderen.

5. Künftiges Verhalten besprechen

Es geht darum, gemeinsam zu überlegen, wie der Konflikt zu lösen ist. Dabei sollte der Kritiker nicht den Alleinunterhalter spielen. Je mehr der kritisierten Person die Möglichkeit gegeben wird, Wege und Ideen mitzuentwickeln, umso stärker wird sie motiviert und überzeugt sein, Lösungsvorschläge zu akzeptieren und umzusetzen

6. Das Gespräch positiv abschließen

Nach der Aussprache sollte das Gefühl vorherrschen, dass es um eine Angelegenheit ging, die verbessert werden sollte, und nicht darum, einen anderen Menschen als Person infrage zu stellen.

 

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