ORGANE

So bleibt ihre Leber gesund!

Entgiftungszentrale, Energiespeicher und Produzent lebenswichtiger Stoffe – so ein vielseitig begabtes Organ hat jeder von uns im Körper. Trotzdem schenken wir der Leber im Alltag oft wenig Aufmerksamkeit. Das sollte sich ändern! BIO stellt Ihnen wichtige Tipps und Tricks vor, um Ihr Wunderorgan zu schützen und Krankheiten vorzubeugen. 

15.06.2020

Im Oberbauch rechts, gleich unterhalb des Zwerchfells, da liegt sie – die Leber. Das lebenswichtige Organ wiegt zwischen 1.500 und 2.000 Gramm und damit etwa fünfmal so viel wie das Herz. Sie besteht aus dem rechten, dem linken, dem quadratischen und dem geschwänzten Lappen. Die Leber spielt eine wichtige Rolle im Glukose-, Fett-  und Eiweiß-Stoffwechsel. Sie stellt Enzyme her, das sind Stoffe, die eine biochemische Reaktion beschleunigen oder erst ermöglichen. Außerdem erzeugt sie täglich etwa einen halben Liter Gallensaft. Dieser wird in der Gallenblase eingedickt, gelangt in den Darm und ermöglicht dort die Verdauung von Fetten. 

Um unser wertvolles Organ möglichst lange voll funktionsfähig zu erhalten, sollten leberschützende Verhaltensweisen zur Gewohnheit werden. Eine ausgewogene Ernährung, ein gesundes Körpergewicht und regelmäßige körperliche Aktivität tun der Leber gut. Mit den folgenden Verhaltensweisen können Sie Ihre Leber unterstützen und präventiv gegen eine Leberkrankheiten vorgehen: 

 

1. Richtig trinken

Trinken Sie mindestens 1,5 Liter pro Tag, an heißen Tagen oder bei Sport sollte es deutlich mehr sein; besonders geeignet sind Wasser oder ungesüßter Kräutertee;  Limonaden und Fruchtsäfte hingegen eher meiden.

Das bringt´s: Viel Flüssigkeit hilft, Schadstoffe über die Leber schnell aus dem Körper herauszutransportieren.

 

2. Alkohol meiden

Wählen Sie alkoholfreie Getränke. 

Das bringt´s: Viel Alkohol schädigt die Leber und fördert bei bestehenden Lebererkrankungen nicht heilbare Stadien.

 

3. Bewusst essen

Essen Sie und genießen Sie Ihre Speisen langsam.

Das bringt´s: Bei zu schnellem Essen wird der Verdauungstrakt nicht ausreichend durchblutet, das betrifft auch die Leber.

 

4. Bei Bitterem zugreifen

Verzehren Sie regelmäßig pflanzliche Lebensmittel mit Bitterstoffen wie Artischocken, Chicorée, Salbei, Rosenkohl, Löwenzahn, Endiviensalat oder Radicchio.

Das bringt´s: Bitterstoffe regen die Gallenproduktion an und verbessern die Verträglichkeit von Fett. Sie können auch zu hohe Blutfettwerte senken und dadurch die Leber entlasten.

 

5. Richtig süßen

Reduzieren Sie Ihren Zuckerkonsum so weit wie möglich und greifen Sie dort, wo es ohne Süße nicht geht, zu alternativen Süßungsmitteln wie Stevia.

Das bringt´s: Zucker wird schnell zu Fett umgewandelt und kann die Entstehung einer Fettleber begünstigen.

 

6. Kaffee genießen

Trinken Sie Kaffee, aber maßvoll.

Das bringt´s: Substanzen aus dem Kaffee schützen die Leber und senken das Risiko für Leberkrebs.

 

7. Ausreichend bewegen

Ein kombiniertes Kraft-Ausdauer-Training ist ideal. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Spaß macht.

Das bringt´s: Sport verbrennt Kalorien und kann Körperfett reduzieren. Durch körperliche Aktivität lässt sich auch der Fettgehalt der Leber senken.

 

8. Nur nicht stressen lassen

Nehmen Sie Auszeiten und lernen Sie Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga.

Das bringt´s: Anhaltender negativer Stress schadet der Leber – das können Sie ändern.

 

9. Leberwickel anlegen

Legen Sie nach fettem oder sehr reichlichem Essen einen Leberwickel an: Leinentuch in heißes Salzwasser tauchen, auswringen und zusammen mit einer Wärmeflasche auf die Leber legen. Etwa 30 Minuten wirken lassen.

Das bringt´s: Die Wärme des Wickels verbessert die Durchblutung und unterstützt die Lebertätigkeit.

 

10. Nicht alles schlucken

Halten Sie vor der Einnahme von Medikamenten Rücksprache mit dem Arzt oder der Apothekerin, damit Sie nur die minimal notwendige Dosis einnehmen. Fragen Sie zudem nach leberschonenden Alternativen.

Das bringt´s: Medikamente belasten die Leber – weniger ist hier besser. .

 

Dieser Beitrag stammt aus 

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