Diabetes verhindern mit Ballaststoffen

Präventive Wirkung für den Typ 2-Diabetes

Unverdauliche Pflanzenfasern, sogenannte Ballaststoffe, galten lange Zeit als wertlose Nahrungsmittel. Daher erhielten sie die Bezeichnung Ballaststoffe. Inzwischen wurde wissenschaftlich belegt, dass sie wesentlich an der Regulierung der Darmfunktion beteiligt sind und den Stoffwechselpositiv beeinflussen.
Damit ist erwiesen, dass mit den pflanzlichen Faserstoffen nicht nur das Übergewicht verringert werden kann, sondern ihnen auch eine präventive Wirkung für den Typ 2-Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen bescheinigt werden kann. Darüber hinaus lässt sich aus großen Studien ableiten, dass eine Senkung des Darmkrebsrisikos mit der Zufuhr von pflanzlichen Faserstoffen einhergeht.
Meist handelt es sich um Zellulose, Hemizellulose, Lignin, Pektin und Inulin. Jedem dieser Stoffe werden charakteristische Eigenschaften nachgesagt, die spezifische Effekte hervorrufen. Grundsätzlich wird zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen unterschieden, wobei die unlöslichen Stoffe meist aus dem Getreidekorn stammen und in der Lage sind, die Häufigkeit des Diabetesrisikos zu reduzieren.
Die löslichen Ballaststoffe kommen vorwiegend in Gemüse und Obstsorten vor. Damit werden entzündliche Prozesse verringert und die Blutfettspiegel (LDL) gesenkt. Es ist veraltet heutzutage noch von Ballaststoffen zu sprechen und die Wissenschaftler bevorzugen den Begriff Pflanzenfasern oder Nahrungsfasern.
In einer großen Studie (Profimed-Studie) 111 Personen mit einer mittelschweren Adipositas eine Diät, die mit Pflanzenfasern aus dem Hafer angereichert war. Diese Diät wurde über 18 Monate beibehalten und führte zu einer Verbesserung der Insulinsensitivität, wodurch der Zuckerstoffwechsel positiv beeinflusst wurde. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt möglichst viele pflanzliche Faserstoff mit der Ernährung aufzunehmen: es sollten mindestens 30 Gramm pro Tag sein, die zur Hälfte aus Obst und Gemüse und zur anderen Hälfte aus Getreideprodukten stammen. Dies gelingt am besten, wenn auf mehr Gemüse zurückgegriffen und der Fleischverzehr reduziert wird.
Den höchsten Fasergehalt im Obst weisen die meisten Beerensorten auf, und beim Gemüse gehört die Schwarzwurzel zu den führenden Faserstofflieferanten. Empfohlen werden Nudeln als Vollkornprodukt, und Reis ebenso als Vollkornreis als Beilage zu bevorzugen. Kartoffel oder Hirse gehören zu den guten Faserstofflieferanten. Als guten Vorsatz für eine bessere Ernährung können viele faserarme Produkte, wie beispielsweise Weißbrot durch Vollkornbrot und gesüßte Frühstückflocken durch Haferflocken ersetzt werden. Dadurch kann das Zuckerstoffwechsel und der Blutfettgehalt reduziert werden, und beides hat sich eindeutig als präventives Mittel gegen Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen erwiesen.

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