Entsäuerung

Viel Energie für unsere Gesundheit

In der Steinzeit verzehrten unsere Vorfahren als Jäger und Sammler hauptsächlich Beeren und Blätter - und wenn ihnen das Jagdglück hold war auch Fleisch. Trotz tierischem Protein ergab der "Speisezettel" unter dem Strich insgesamt einen Überschuss an Basen. Basen sind die "Gegenspieler" der Säure, die unseren Körper belasten kann. Wenn keine Ausgewogenheit zwischen Säure und Basen besteht, sondern ein dauerhafter Säureüberschuss, ist dies nach heutigem wissenschaftlichem Erkenntnisstand ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für die Entstehung chronischer Krankheiten", sagt Prof. Dr. Jürgen Vormann, Leiter des Instituts für Prävention und Ernährung.

Warum ist das so?

Weil der Körper versucht, den pH-Wert aufrecht zu halten, entzieht er Knochen und Bindegewebe "im Kampf" gegen die überschüssige Säure Mineralstoffe (basisch), überwiegend handelt es sich dabei um Calcium. Wie man weiss, besteht bei Calciummangel die Gefahr verminderter Knochendichte. Aber auch die Muskulatur wird herangezogen, indem das basische Muskelprotein abgebaut und als Ausgleich zur Säure genutzt wird. Muskelschwund kann die Folge sein. Bei Menschen im fortgeschrittenen Alter wächst übrigens die Gefahr einer konstanten Übersäuerung, weil die Fähigkeit, den täglichen Säureüberschuss, der sich aufgrund unserer heutigen Ernährung und Lebensweise fast automatisch ergibt, auszugleichen mit steigendem Lebensalter abnimmt. Bei der heute üblichen, säureüberschüssiger Ernährung (z. B. Fleisch, Wurst, Käse, Getreideprodukte) kommt es häufig zu einer bedenklichen Übersäuerung.
Wer nachlesen will, welche Nahrungsmittel im Stoffwechsel basisch wirken, und welche Säure bilden, findet unter http://www.basica.ch eine Tabelle sowie einen Säure-Basen-Rechner, bei dem sich ermitteln lässt, wie die individuelle tägliche Nahrungszusammenstellung unter dem Strich aussieht - basisch oder sauer. Der tägliche Säure-Basen-Ausgleich, der den Raubbau an Knochen und Muskeln verhindern soll, lässt sich mit Mineralstoffen unterstützen. Mineralstoffe auf Citratbasis sind besonders geeignet, weil sie körperfreundlich sind, also in ähnlicher Form auch in Früchten und Gemüse vorkommen. Wer den Säure-Haushalt langfristig in den Griff bekommt, hat auch mehr Energie, während uns eine langfristige Übersäuerung schlapp und müde macht.

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