Gepflegte Füße sind gesünder

Wie wir sie wirksam schützen

Unsere Füße tragen uns im Laufe des Lebens zwei bis vier Mal um die Erde. Dabei gehen wir nicht besonders liebevoll mit ihnen um. Wie selbstverständlich haben sie zu funktionieren. Beachtet werden sie oft erst bei Beschwerden. Wie die richtige Pflege vorbeugen kann

Sie sind Hochleistungsorgane und tragen ein Leben lang unser Körpergewicht. Die Folgen bringen Statistiken auf den Punkt: Kommt fast jeder mit gesunden Füßen zur Welt, sieht es im Alter oft anders aus. Rund 60 Prozent der Erwachsenen haben Fußprobleme. Zu den Ursachen zählen schlechtes Schuhwerk, Bewegungsmangel und Übergewicht. Doch auch unzureichende Pflege kann vielfältige Beschwerden auslösen: ▪ eingewachsene Zehennägel ▪ verdickte Hornhaut und schmerzende Druckstellen ▪ Pilzinfektionen ▪ übermäßiges Schwitzen (Schweißfüße).
Interessant: Weit über 80 Prozent der Frauen verwenden zwar regelmäßig eine spezielle Gesichtspflege, fast 75 Prozent eine Handcreme – Fußpflege kommt dagegen nur bei etwa 30 Prozent zum Einsatz. Beim männlichen Geschlecht fristen die Füße sogar ein noch größeres Stiefmütterchendasein.
Werden sie immer trockener und spröde, kommt es zu Rissen in der zunehmend verdickten Hornhaut. Daraus können sich tiefe Spalten entwickeln – die sogenannten Schrunden. Bleiben diese unbehandelt, haben Krankheitserreger ein leichtes Spiel. Erschwerend kommt hinzu, dass mit zunehmenden Lebensjahren die körpereigenen Abwehrkräfte nachlassen. Die Haut wird schlechter durchblutet, ist dünn und empfindlich. Viele Senioren leiden auch unter unschönen, rissigen Zehennägeln oder hartnäckigen Pilzerkrankungen.
Die gute Nachricht: Sorgfältige und regelmäßige Pflege kann die Füße widerstandsfähiger machen. Hier fünf bewährte Pflegeschritte: ▪ Warme Fußbäder reinigen nicht nur. Sie schenken auch wohltuende Entspannung. Zusätze mit Extrakten aus Thymian, Arnika oder Rosmarin fördern die Durchblutung. Salbei und Birkenrinde helfen bei Fußschweiß. ▪ Die Fußnägel gerade abschneiden sollte man spätestens dann, wenn sie über die Zehenkuppen hinaus wachsen. Ovale Nägel sind problematisch, weil sie schneller an den Seiten einwachsen können. Tipp: Wer mit einer Nagelschere nicht zurechtkommt, kann einen Knipser verwenden. ▪ Danach die Nagelecken glätten, am besten mit einer nagelschonenden Glas- oder Sandblattfeile.
Für Menschen mit Bewegungseinschränkungen gibt’s auch ergonomisch geformte Pediküresets im Sanitätsfachhandel. ▪ Mit einem Bimsstein lässt sich überschüssige Hornhaut sanft entfernen. Wegen des Verletzungsrisikos sollten dafür niemals Scheren oder scharfe Klingen verwendet werden.
Besondere Sorgfalt ist bei Diabetes geboten, da durch den hohen Blutzuckerspiegel bedingte Nervenschädigungen oftmals das Schmerzempfinden vermindern. Betroffene sollten regelmäßig eine medizinische Fußpflege in Anspruch nehmen. ▪ Im Idealfall verwöhnen Sie Ihre Füße täglich mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme, zum Beispiel mit Urea, einer Harnstoffsalbe. Sie wirkt einer Austrocknung der Haut entgegen. Sorgsam gepflegt wird die natürliche Hautbarriere gegen äußere Einflüsse gestärkt.

Infos:

▪ Deutschen Haut- und Allergiehilfe, Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-haareundnaegel.de ▪ Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V., Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin, www.bvdd.de

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