Glaukom – Früherkennung stoppt das Augenleiden

Oxidativer Stress – Risikofaktor Nummer eins

Vom„Grünen Star“ (Glaukom) spricht man, wenn durch einen dauerhaft zu hohen Druck im Auge, der Sehnerv zerstört und so zunehmend das Blickfeld eingeengt wird. Davon betroffen sind in Deutschland mindestens 700.000 Menschen. Früh erkannt, lässt sich die Krankheit mit Tropfen, die den Augendruck senken, gut aufhalten. Das Glaukom ist eine multifaktorielle Krankheit mit mehreren Varianten und vielen Begleiterkrankungen. Das Wissen um diese Zusammenhänge ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen, doch werden die Erkenntnisse noch zu wenig beachtet.

Oxidativer Stress – Risikofaktor Nummer eins bei Glaukom-Patienten

Ein bedeutender Risikofaktor ist zum Beispiel der oxidative Stress. Dabei bilden sich im Körper so genannte freie Radikale, also extrem aggressive Sauerstoffmoleküle, die vor allem die empfindlichen Hüllen der Körperzellen angreifen. Gegenspieler der freien Radikalen sind die Antioxidanzien. Das sind Substanzen, die in der Lage sind, die gefährlichen Sauerstoffmoleküle zu neutralisieren und den oxidativen Stress abzubauen. Bei Glaukom-Patienten ist das Potenzial an Antioxidanzien in den Augen allerdings um bis zu 64 Prozent niedriger als in den gesunden Augen. Dem oxidativen Stress ist also sehr wahrscheinlich eine erhebliche Mitschuld bei der Entstehung eines Glaukoms anzulasten.
Glaukom-Patienten können deshalb durch eine Stärkung ihrer antioxidativen Reaktionskraft die Tropfentherapie womöglich sinnvoll unterstützen. Dadurch können Medikamente für Begleiterkrankungen oft niedriger dosiert oder sogar ganz abgesetzt werden. Aber auch für Menschen, die noch nicht vom Grünen Star betroffen sind, bringt diese Information Vorteile. Denn ihnen eröffnet sich dadurch eine Chance, diesem heimtückischen Augenleiden frühzeitig vorzubeugen.

Mikronährstoffe für die Augen

Als besonders wichtige Antioxidanzien und Mikronährstoffe für die Augengesundheit gelten die Vitamine C, E, B12, Folsäure, das Enzym Q10, Fischöl und die Mineralstoffe Magnesium und Kalzium. Da es nicht immer gelingt, diese Stoffe in ausreichender Menge über die Nahrung aufzunehmen, sollten sie ergänzt werden.
Ideal ist es, mit einem Bluttest den Bedarf genau zu ermitteln und die benötigten Wirkstoffe individuell zusammenstellen zu lassen. Denn jeder Mensch bringt allein schon wegen seines Alters, Geschlechts und seiner Lebensweise ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit. Einige Apotheken bieten bereits einen solchen Service mit so genannten HCK-Mikronährstoffen an.

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