Heilung

Was ist Heilung?

Heilung ist ein Prozess des Vollständigwerdens. Er zielt darauf ab, die Dinge, die verloren gegangen sind, in sein eigenes Sein zurückzuholen und die Dinge, die nicht zu mir gehören, zurückzugeben. In der deutschen Sprache kommt das Heil in verschiedenen Begriffen zum Tragen: Heiland, Heilig und Heiler. In all diesen Bezeichnungen steckt der Vektor des Vollständigen, des Ungeteilten und des Ungetrennten.

Wie wird ein Mensch wieder heil?

In dem er klärt, was in ihm unheil ist und nach Ausdruck sucht. Die klassische Ausdrucksform ist die Krankheit. Über Krankheit wird erst einmal vermittelt, dass etwas nicht stimmt. Klugerweise sollte der Frage nachgegangen werden, was das ist. Stattdessen wird Krankheit in der Regel bekämpft. Dadurch verschwindet sie allerdings nicht, sondern wird nur größer oder verändern seinen Ausdruck, weil diesem Ausdruck Energie geschenkt wird.

Können Sie sich vorstellen, dass Krankheit ein Korrekturprozess ist, der dazu dient, wieder gesund zu werden?

Wenn Sie sich einen Holzsplitter in den Fuß stechen, und diesen Fremdkörper nicht entfernen, kümmert sich ihr Immunsystem darum. Die Stelle entzündet sich. Sie wird warm, färbt sich Rot und schwillt an. Wird der Splitter in das Gewebe eingeschlossen, bildet sich Eiter als sichtbarer Ausdruck der Verwandlung des Fremdkörpers. All diese Phänomene mögen zwar störend und lästig sein, sie gehören aber zum Heilungsprozess, denn nur durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren kann der Fremdkörper eliminiert werden. Wenn der Eiter abgeflossen und die Haut wieder geschlossen ist, ist die Heilung vollzogen.
Wenn Sie beim Laufen stürzen, und der Asphalt die Haut über den Knien aufscheuert, bildet sich eine blutende Wunde. Sofern Sie keine Blutgerinnungsstörung haben, entsteht nach einer gewissen Zeit eine Borke auf der Wunde. Wenn Sie kein „Knibbler“ sind, und die Borke in Ruhe lassen, wächst unter dieser Schutzkruste die Haut wieder neu. Wenn der Prozess abgeschlossen ist, fällt die Borke ab und die Haut zeigt sich in ihrem ursprünglichen Zustand. Dann ist die Verletzung je nach Ausmaß mit oder ohne Narbenbildung verheilt. Die Narbe erinnert dann an das Ereignis, aber sie tut nicht mehr weh; sie stellt den sichtbaren Abdruck des Eindrucks dar. Wenn sonst nichts fehlt, ist der Verletzte wieder vollständig.

An diesem Beispiel soll deutlich werden, dass Heilung stets Selbstheilung ist. Sie können den Prozess zwar durch verschiedene Maßnahmen unterstützen, doch er ist vom Prinzip her selbstorganisierend und verläuft nach eigenen Regeln. Heilung dient dem Lebewesen, wieder vollständig zu werden. Dieses Modell ist bei den genannten Beispielen und Knochenbrüchen einleuchtend, aber gilt dieses auch bei Rheuma und anderen Krankheiten? Im Grunde genommen ist das so.
Sie fragen sich sicher, wie sieht die zugrundeliegende Verletzung aus. Gibt es überhaupt eine Verletzung bei Rheuma, MS, Krebs und all den anderen manifesten Krankheitsbildern? Ja. Der Unterschied zwischen einer Schürfwunde und einer Verletzung, die ein chronisches Krankheitsbild erzeugt, liegt darin, dass die Mittelbarkeit fehlt. Der Zusammenhang zwischen Ein- und Auswirkung wird nicht deutlich, wenn die Geschichte des Menschen nicht gesehen wird.

Wenn wir unterstellen, dass der Körper nicht blöd ist, und zuweilen intelligenter als sein Träger, macht er nie etwas ohne triftigen Grund. Rufen wir uns in Erinnerung, das der Eiter bei der Verwandlung eines Splitters eine logische Konsequenz des Wandlungsprozesses ist. Das heißt, die Entzündung ist Teil der Korrektur, und somit Teil des Heilungsprozesses ist. Diese Sichtweise mag bei einem Splitter nachvollziehbar sein. Doch wird eine Entzündung beispielsweise bei Rheuma oder Multiple Sklerose unter konventioneller Betrachtung nicht als sinnvolles Phänomen verstanden. Das liegt daran, dass Krankheit und Störung als Bedrohung wahrgenommen und bekämpft wird. Wird Krankheit hingegen als Prozess verstanden, der zum Inhalt hat, etwas Spezifisches zum Ausdruck zu bringen, um damit die Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken, was in den betroffenen Menschen eindrückt und wirksam geblieben ist, leuchtet schnell ein, das die konventionelle Sichtweise nicht zielführend sein kann.

Krankheit ist der sichtbare Korrekturprozess im Rahmen einer Heilung mit dem Ziel, wieder Vollständigkeit zu erreichen. Heilung ist ein Bewusstseinsprozess, in dem es nicht darum geht, etwas zu löschen oder ungeschehen zu machen (das geht schlicht nicht!), sondern die gespeicherte Erinnerung zu verwandeln.

Dazu sollte sich der Betreffende den Ereignissen stellen, die in ihm gespeichert sind und sich über seinen Körper ausdrücken. Solange der Ausdruck da ist, ist der Eindruck wirksam, ganz gleich, wie alt das Ereignis ist.

Heilung - insbesondere von chronischen Krankheitsbildern - ist ein Stufenprozess, der idealerweise in vier Phasen verläuft.

In der Phase 1 geht es um das Erkennen, warum etwas da ist und was es bedeutet. In der Phase 2 sollten die erkannten Verschränkungen, Verklebungen und Abhängigkeiten geklärt werden und zwar auf allen Ebenen, durch alle Zeiten und durch alle Dimensionen. Läuft die Klärungsphase nicht vollständig, entwickelt sich aus dem unerkannten Keim das Bekannte wieder zurück. In der Phase 3 geht es darum, den geklärten Raum mit dem eigenen Sein zu füllen. Entscheidend dabei ist, dass das niemand für uns leisten kann. Erfüllung ist stets Selbsterfüllung. Unsere Eltern oder unsere Partner können das nicht, da sie in der Regel auch mangelbehaftet sind. Unterbleibt die Selbsterfüllung des gereinigten Raumes, füllt sich dieser in kurzer Zeit mit genau jenem Inhalt wieder an, der mit Mühe entfernt worden ist. In der letzten Phase müssen die energetischen Verbindungen gelöst werden. In der Versöhnungsphase zeigt sich, wie wirksam die Phasen 1-3 vollzogen worden sind. Diese Bewusstseinsarbeit kann mit Resonanzmitteln in Kombination mit passgenauen Ritualen unterstützt werden, die nichts aufzwingen, sondern wie energetische Schlüssel funktionieren und den Zugang zu den entsprechenden Speicherungen freilegen.

Carsten Pötter

www.resonalogic.de

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