Schöne Haut

Heilende Erde - Jungbrunnen für die Haut

Mutter Erde ist seit Jahrtausenden fester Bestandteil der Volksheilkunde. Darüber hinaus sind Schlick, Schlamm und Moor einfach anzuwendende Schönheitskünstler.

Mal trocken, mal irritiert mit unschönen Rötungen. Naturprodukte aus dem Schoß von Mutter Erde können Balsam für die Haut sein.
Da ist zum Beispiel der Meeresschlick. Der salzhaltige Schlamm enthält rund zehnmal mehr Mineralstoffe als das Meerwasser selbst. Nicht umsonst gehört er zu den Grundpfeilern jeder Thalasso-Therapie. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften machen ihn so wohltuend. Meeresschlick beruhigt sonnengestresste Haut, sorgt für intensive Durchfeuchtung, entschlackt und desinfiziert. All das, ohne die Hautbarriere zu zerstören.
Nicht jeder hält sich aber gerade am Meer auf und kann das pure Naturprodukt nutzen. Alternativ bieten sich Pflegeprodukte mit hochkonzentriertem Meeresschlick-Extrakt an. Sie aktivieren die hauteigene Schutzfunktion und verbessern als Anti-Aging-Creme die Hautelastizität. Therapiebegleitend werden sie auch gegen quälenden Juckreiz bei Neurodermitis eingesetzt.
Der gesunde Schlick entfaltet außerdem durchblutungsfördernde Effekte: Eine auf den Körper aufgetragene Packung entspannt die Muskulatur. Bewährt hat sich die Anwendung auch bei rheumatischen Leiden: Hierzu wird der zuvor auf etwa 45 Grad Celsius erwärmte Schlick auf die Haut aufgetragen, der Körper dann mit einer Folie umwickelt. So ruht man 20 Minuten, während sich die Wärme in den behandelten Regionen ausbreiten kann.

Heilerde - schon in der Antike geschätzt

Das besondere an Heilerde: Sie wird äußerlich, aber auch innerlich angewandt. Zu den Inhaltstoffen des feinen Pulvers aus eiszeitlichen Lößablagerungen gehört Silizium, ein Spurenelement, das beim Aufbau von Bindegewebe eine wichtige Rolle spielt. Weitere Bestandteile: Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Natrium sowie Selen und Zink.
Äußerlich angewandt kommt auch die Heilerde der Haut zugute. Überschüssiger Talg unreiner Haut wird buchstäblich aufgesaugt. Das funktioniert, weil die winzigen Erdkörnchen einen Durchmesser von nur einem tausendstel Millimeter haben, im Fachjargon „Kolloide“ genannt. Diese vergrößern ihre Oberfläche derart, dass Ablagerungen wirksam gebunden werden können. Für eine Maske Heilerde mit Wasser oder Kamillentee zu einem Brei verrühren, messerrückendick auftragen und nach 20 Minuten mit lauwarmen Wasser abspülen.
Übrigens: Innerlich angewandt (als Kapseln oder Getränk) ist Heilerde ein mild wirkendes Mittel bei Sodbrennen und Verdauungsstörungen wie Durchfall.
Empfehlenswert für die Anwendung zu Hause sind auch: Kaolinerde, sie verfeinert - als Hautreinigungsmaske aufgetragen - die Poren. Lavaerde - als Badezusatz - reinigt sanft und schont den Säureschutzmantel der Haut. Grüne, kupferreiche Mineralerde ist für Peelings geeignet.
Der Klassiker: Eine auf ca. 50 Grad erhitzte Fango-Packung aus Schlamm aus den Böden von Thermalquellen bzw. Ablagerungen vulkanischen Ursprungs entspannt die Muskeln und bringt den Stoffwechsel auf Trab. Und wer sich einmal etwas besonders Gutes tun möchte, den kann ein durchblutungsförderndes Moorbad in wohliger Wärme wie auf Wolken schweben und den Alltagsstress vergessen lassen.

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