Training gegen
Gelenkzerstörung

Es wurden spezielle Bewegungsprogramme entwickelt

Am häufigsten müssen diejenigen Menschen einen künstlichen Ersatz des Knie- oder Hüftgelenks erhalten, die stark übergewichtig oder sogar adipös sind mit einem BodyMassIndex (BMI), der höher als 30 ist.
Permanente Überlastung schädigt den Knorpel, der die Gelenke überzieht und normalerweise eine glatte Oberfläche bildet, die für leichte und schmerzfreie Beweglichkeit des Gelenkes sorgt. Ist dieser elastische Knorpelüberzug ständig durch zu hohes Körpergewicht überlastet, kommt es zu Schädigungen und Verletzungen der glatten Knorpeloberfläche, sie wird brüchig, rissig und reibt sich an manchen Stellen vollkommen ab. Dann treffen die knöchernen Gelenkflächen direkt aufeinander, und es kommt zu dem Verschleiß von Knorpel und auch zum Abrieb des Knochenmaterials.
Verbunden mit diesen strukturellen Veränderungen zu einer Arthrose oder sogar einer Arthritis sind dauerhafte Schmerzen bei der Bewegung, und als Konsequenz ein Bewegungsmangel, der die Zunahme an Körpergewicht wiederum fördert.
Es wurden spezielle Bewegungsprogramme entwickelt, die bei Patienten mit Arthrose beispielsweise die Kniegelenke schonen. Knieschonende Verhaltensweisen beim Aufnehmen schwerer Gegenstände oder das richtige Aufkommen nach einem Sprung werden in diesen Programmen vermittelt. Regelmäßige, zielgerichtete Bewegung ist zur Stärkung der Muskulatur und des gelenkführenden Bandapparates enorm hilfreich, und es werden damit das Verletzungsrisiko und die Schmerzen reduziert.
Als besonders hilfreich gegen die Schmerzen hat sich die Reduzierung des Übergewichts gezeigt, weil damit die permanent vorhandene Last für die Gelenke vermindert wird. Falsch ist es auf jeden Fall aufgrund der schmerzhaften Symptome jegliche Bewegung einzustellen. Falsch wäre auch, einen gelenkbelastenden Sport zu betreiben. Vielmehr sollten Patienten mit Arthrose eine Sportart wählen, die das Gelenk schont. Dazu gehört das Fahrradfahren, Schwimmen, Aquajogging oder auch ein Krafttraining im Sportstudio oder zu Hause, das langsam und regelmäßig durchgeführt wird.
Dazu muss man wissen, dass die richtige Bewegung nicht nur dazu beiträgt, die Muskulatur und den Bandapparat zu stärken, sondern dass damit auch dem Fortschreiten einer Arthrose entgegen gewirkt wird. Nur bei hinreichender Bewegung wird der Knorpel auch gut durchblutet, und er erhält so die wichtigen Nährstoffe.
Sollte das Trainingsprogramm zu Beginn mit schmerzhaften Bewegungen einhergehen, kann durch eine schmerzlindernde Therapie der Einstieg in das Bewegungsprogramm erleichtert werden. Durch die positiven Effekte der körperlichen Aktivität auf Knochen, Knorpel, Bandapparat und die Muskulatur werden häufig die Schmerzmittel überflüssig, und die gesundheitsfördernde Aktivität kommt dem eigenen Körper zu Gute.

Zurück