Wannen-Wellness für zu Hause

Genussvolles Baden ist wie ein kleiner Urlaub

Neben dem Wohlfühleffekt haben Bäder – je nachdem welche Zutaten man verwendet – immer auch einen therapeutischen Effekt. Im warmen Wasser sinkt der Blutdruck, die Atmung wird gleichmäßiger und der Organismus bekommt mehr Sauerstoff. Verspannte Muskeln und Gelenke werden gelockert.

Darüber hinaus lässt sich das Bad zu einer Oase der Gemütlichkeit machen. Mit ein paar wenigen Accessoires wie Duftkerzen, Räucherstäbchen oder einem Blumenstrauß dekoriert, fühlt man sich gleich doppelt wohl. Hier ein paar Anregungen, mit welchen Zutaten und Düften Sie zur Ruhe kommen können.


Bad der ewigen Jugend

Eine Hand voll tropischer Blüten (Jasmin, Ylang Ylang, Hibiskus) in das etwa 37 Grad warme Badewasser rieseln lassen. Dazu je 2 Tropfen Jasmin- und Ylang-Ylang-Öl und je 1 Tropfen Patchouli- und Mandelöl sowie 1 EL Honig dazugeben. Zirka 20 Minuten im Badewasser entspannen. Tipp: Die ätherischen Öle vorher in einer Schale gut miteinander vermischen.

Wirkung: anregend und erfrischend.

 

Ingwerbad

2 TL frisch gemahlenes Ingwerpulver mit 2 Tassen Wasser aufkochen. Den Sud ins 36 Grad warme Wasser geben und 20 Minuten darin baden. Anschließend warm ein- gepackt noch etwa 30 Minuten ruhen.

Wirkung: Hilft bei Muskelkater und Gelenkbeschwerden.

 

Eisenkrautbad

Eine Handvoll getrocknetes Eisenkraut (= Verbena) mit der gleichen Menge Basilikumblätter und Meersalz in ein Stofftaschentuch legen. Zuknoten und in das einlaufende Badewasser hängen. Alternativ: 200 Gramm Eisenkraut (Apotheke oder Teehandlung) mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und den Sud ins Badewasser geben. Ca. 15 bis 20 Minuten darin baden.

Wirkung: Stärkt den Kreislauf, reinigt den Geist und wirkt entspannend.

 

Wellnessbad

1 Tasse Olivenöl und 2 Tassen Vollmilch direkt in den laufenden Strahl des Badewassers geben. Anschließend 20 Tropfen Aromaöl hinzufügen: Je nachdem, welche Wirkung Sie erzielen wollen: Zitronengras, Grapefruit und Orange wirken anregend, Vanille und Basilikum harmonisierend.

Wirkung: Macht trockene Haut zart und seidig und gibt Feuchtigkeit zurück.

 

Buttermilchbad

Zuerst 2 bis 3 Liter Buttermilch in die Wanne gießen. Dann erst das Wasser mit ansteigender Temperatur zulaufen lassen (sonst fängt die Buttermilch an zu flocken). Etwa 15 bis 20 Minuten darin baden.

Wirkung: Die Haut wird samtweich. Durch den Säure- und Lezithingehalt der Buttermilch wirkt dieses Bad zudem erfrischend und regenerierend.

 

Rosmarinbad

80 Gramm getrocknete Rosmarinnadeln mit einem Wiegemesser zerkleinern und in einen Stoffbeutel geben. Den Beutel anschließend ins einlaufende Badewasser hängen. Etwa 15 Minuten darin baden. Tipp: Bei frischem Rosmarin nimmt man am besten die Triebspitzen, da diese am aromatischsten sind.

Wirkung: Bringt einen schwachen Kreis- lauf auf Touren und hilft beim Abbau von Muskelverspannungen. Nicht geeignet für Menschen mit hohem Blutdruck!

 

Auch beim Baden gilt die Faustregel: Einfach ausprobieren, was einem gut tut und die Zutaten nach den Bedürfnissen abstimmen. Denn ganz gleich ob man entspannen oder Energie tanken, Ballast abwerfen oder den Geist zur Ruhe kommen lassen will – in jedem Fall ist das Bad eine gute Gelegenheit, sich selbst ohne große Mühe etwa Gutes zu tun.

 

Buchtipp: Rita Nussbaumer/Theo Vogel: „Düfte für Körper und Seele“, Natura Viva, ISBN 978-3-935407-03-8, € 19,90

 

(Aus: BIO 3/2018)

 

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