Was Sie schon immer wissen wollten

Endlich Antwort auf skurrile, medizinische Fragen

Zwei Drittel aller Deutschen sind mit ihrem Gesundheitszustand tendenziell zufrieden, besagt die Statistik. Dennoch gibt es viele, teils skurrile Fragen, die man seinem Arzt immer schon einmal stellen wollte. Knapp 40 Millionen Menschen in Deutschland suchten alleine im vergangenen Jahr im Internet nach Informationen rund um das Thema Gesundheit. Fraglich dürfte sein, ob man sich dabei als Ratsuchender tatsächlich zur richtigen Antwort googelt.
Mit dem Buch „Warum schlafen Männer nach dem Sex immer ein?“ haben sich der Notarzt Dr. Billy Goldberg aus New York und der Schriftsteller Mark Leyner vieler offener Fragen angenommen. Für humorvolle Aha-Momente frei von Risiken und Nebenwirkungen ist dabei gesorgt. Ausgenommen der Extra-Portion Lachen. Apropos:

Stimmt es, dass Lachen eine heilende Wirkung hat?

Die Antwort von Billy Goldberg: „Es gibt eindeutige Beweise dafür, dass Humor Gutes für Ihren Körper bewirken kann.“ So gibt es anscheinend eine Verknüpfung zwischen Humor, Lachen und unserem Immunsystem, wie Studien ergaben.

Warum haben Frauen eigentlich keinen Adamsapfel?

„Frauen wie Männer haben einen Adamsapfel.“ Und bis zur Pubertät ist er bei beiden sogar etwa gleich groß, erklärt Dr. Goldberg. Doch dann sorgt der höhere Testosteronspiegel dafür, dass er bei Männern stärker wächst. Übrigens ist der Adamsapfel nichts weiter als harmloses Bindegewebe, eine Vorwölbung des Kehlkopfes am oberen Ende der Schilddrüse.

Woher hat der Musikknochen seinen Namen?

Wohl jeder hat schon einmal schmerzhaft erfahren, warum der Musikantenknochen ebenso heißt: Wir „jaulen“ geradezu vor Schmerz, wenn wir uns jene Stelle am Ellenbogen anstoßen, an der der sogenannte Ulnarisnerv kreuzt. Sie liegt relativ dicht unter der Hautoberfläche. Stößt man dort an, „hört man die Engel singen“. Warum, erklärt Dr. Goldberg: „Der Schmerz entsteht dadurch, dass der Ulnarisnerv dabei mit Wucht gegen die knochige Ausbuchtung am unteren Ende des Oberarmknochens gequetscht wird.“ Sehr schmerzhaft, doch gottlob zumeist harmlos.

Verursacht Daumenlutschen vorstehende Zähne?

Das hängt davon ab, wann man damit aufhört. Kinder, die über sechs Jahre alt sind und immer noch am Daumen lutschen, laufen Gefahr einen Überbiss, also vorstehende Zähne zu bekommen, sagt Dr. Goldberg. Mindestens genauso unangenehm ist das Ergebnis einer Studie aus dem Jahr 1993. Danach sollen daumenlutschende Erstklässler „als Freund, Spielkamerad, Sitznachbar, Klassenkamerad und Nachbar weit weniger erstrebenswert sein als Nichtlutscher“. Doch soweit muss es ja niemand kommen lassen.

Wozu sind Sommersprossen gut?

Sommersprossen sind „die konzentrierte Ablagerung eines dunklen Pigments namens Melanin“, weiß Dr. Goldberg. Ihre Aufgabe ist es, die Haut vor der ulravioletten Strahlung des Sonnenlichts zu schützen. Das ist auch der Grund, warum Menschen mit einem hellen Teint und mit einem geringen Melaningehalt in den Hautzellen, mehr Sommersprossen haben als andere. Studien haben übrigens ergeben, „dass bei eineiigen Zwillingen eine erstaunliche Ähnlichkeit besteht, was die Gesamtzahl an Sprossen betrifft.“ Und wenn Sie jetzt noch wissen wollen, ob man von Rumkuchen betrunken werden kann oder wie eigentlich das Aspirin den Schmerz findet, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Arzt oder Apotheker oder orientieren sich an unseren Buchtipp: ▪ Mark Leyner/Dr. Billy Goldberg: „Warum schlafen Männer nach dem Sex immer ein?“, Plassen, ISBN: 978-3-86470-403-1, € 12,99.

Petra Peschel

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