KRÄUTERKOLUMNE

Die Kraft der Beeren

Die Natur strotzt vor natürlichen Vitaminbomben. Himbeeren, Hagebutten oder Sanddorn sind nur ein paar dieser wilden Köstlichkeiten. Selbst gesammelt oder getrocknet – wilde Beeren schmecken einfach himmlisch gut! Kräuterexpertin Gerda Holzmann präsentiert in dieser Kräuterkolumne leckere Rezepte mit wilden Beeren. 

07.07.2020

Die samtige Hagebutte

Die Hagebutte ist unsere Vitamin-C-reichste heimische Frucht. Beim Vitamin-C-Gehalt kann sie ungefähr mit der Acerola-Kirsche mithalten. Außerdem sind Vitamin A und B enthalten. Unheimlich gut schmeckt Mus aus Hagebutte. Das wusste man bereits in der Steinzeit. Damals wurden die Früchte gekocht und gestampft. Übrigens: Beim kurzen Kochen geht weniger Vitamin C verloren als beispielsweise bei langer Lagerung der getrockneten Früchte an der Luft oder auch der eingekochten Früchte im Glas.

 

Hagebutten einkochen

 

Hagebutten in einen Topf geben und etwas Wasser hinzufügen, sodass der Boden bedeckt ist. Zugedeckt ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Früchte weich sind. Danach durch die „Flotte Lotte“ oder ein Sieb hindurch passieren. Das Mus nach dem Passieren noch einmal kurz erhitzen, heiß in ausgekochte Gläser abfüllen und sofort verschließen.

 

© Sonnentor

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Der sanfte Sanddorn

Neben Vitamin C hat der Sanddorn einen beachtlichen Vitamin B-Gehalt. Das macht ihn besonders, denn es gibt nicht viele pfanzliche Lebensmittel, die dieses Vittamin enthalten. Toll geeignet für Veganerinnen und Veganer! Sanddorn ist kräftigend und wappnet uns prima für die Erkältungszeit. Likörchen, Säfte, Fruchtaufstriche und Tees sind beliebte Rezepte für Sanddorn.

 
Sanddorn-Ingwer-Likör

200 g getrocknete oder 500 g frische Sanddornbeeren mit 500 ml Alkohol (40%) übergießen. Nach Belieben frische Ingwerscheiben und Rosmarin hinzugeben. Gefäß verschließen und ca. 6 Wochen auf der Fensterbank stehenlassen. Das Gläschen ab und zu besuchen, um es gut durchzuschütteln.

Nach den 6 Wochen abseihen. 200 ml Wasser mit 200 g Honig mischen und in den Alkhoholauszug einrühren. Je nach Geschmack kann mehr gesüßt oder verdünnt werden. In Fläschchen abfüllen und dunkel lagern.

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Die Himbeere

Die Früchte und Blätter der Himbeere enthalten Vitamin C und A. Tee daraus wurde früher auch gegen den gefürchteten Skorbut getrunken. Mittlerweile trinken werdende Mamis gerne Tee aus den jung gesammelten Blättern. Herrlich schmeckt Kompott, Gelee oder Marmelade aus den Früchten der Himbeeren. Himbeersaft päppelt kränkelnde Menschen mit etwas Fieber wieder auf. Wenn Ihnen im Sommer die Hitze zu schaffen macht, bewahren Sie mit Himbeeren einen kühlen Kopf.

 

Fruchtiges Himbeereis

 

400 ml Wasser in einen Topf gießen und 2 EL Früchtetraum-Tee darin aufkochen lassen. Anschließend von der Herdplatte nehmen und 10 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und auskühlen lassen. 20 Himbeeren auf die Eisformen aufteilen. Den abgekühlten Tee mit 40 ml Himbeersirup süßen und in die Eisformen gießen. Dabei unbedingt etwas Rand lassen, da sich die Flüssigkeit beim Gefrieren ausdehnt. 

Eisstäbchen reinstecken und für mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht gefrieren. Für den Eisgenuss, die Form kurz unter heißes Wasser halten, dann löst sich der Eislutscher ganz einfach.

© Sonnentor

 

Dieser Beitrag stammt aus folgender BIO 

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