Bio-Mode

Das Bekenntnis zum Durchatmen

Knackig, saftig und lecker soll er sein – der Apfel, in den man voller Herzenslust beißt. Doch je mehr die gängigen Methoden der Massenproduktion im Laufe der Jahrzehnte ans Licht kamen, desto größere Bedeutung gewannen auch die inneren Werte der berühmten Baumfrucht: So ließ die Befürchtung, dass unter der Schale des fruchtig süßen Genusses Schadstoff-Belastungen lauern, viele Konsumenten umdenken. Das Kaufkriterium des günstigsten Preises hatte ausgedient – an seine Stelle trat das Bio-Siegel.
Bewusste Ernährung auf biologisch korrekter Basis gehört inzwischen ganz selbstverständlich zum guten Ton eines gesunden Lebensstils. Die Achtsamkeit in puncto Gesundheit und Qualität ist beim Essen also eifrig herangewachsen – in anderen Bereichen steckt sie dagegen vergleichsweise noch in den Kinderschuhen.

Die Kleidung lässt den Körper nicht unberührt

Spätestens bei der Jagd nach dem neuesten Fashion-Trend rückt das Thema Gesundheit bei vielen in den Bewusstseins-Hintergrund. Günstiger Preis, Trend und Verfügbarkeit: Das sind die Kriterien, die die Tüten füllen. Ob in der Etikettierung der neuesten Shoppingbeute von Polyester oder Baumwolle die Rede ist, bleibt hingegen allzu oft stiefmütterlich missachtet.
Dabei liegt genau hierin ein Ansatz, dem Körper Gutes zu tun – wird dieser doch nicht nur davon beeinflusst, was wir ihm einverleiben, sondern auch davon, was wir ihm äußerlich zumuten. Ob im Büro oder in der Freizeit, beim Sport oder gar im Bett: Kleidung ist im Leben ein treuer und wortwörtlich hautnaher Begleiter. Nichts anderes lassen wir täglich über so viele Stunden an unsere Haut heran. Das sensible wie auch multifunktionale Organ ist es schließlich auch, das ertragen muss, was man an Bekleidung aufträgt.

Die Haut muss atmen können

Um zu verstehen, wie sich die Kleidungsbeschaffenheit auf das Wohlbefinden ausübt, muss man wissen, dass der Körper auch über die Haut atmet. Was lange Zeit als Mythos abgetan wurde, gilt heutzutage als wissenschaftlich bewiesen. So bezieht die Haut den lebenswichtigen Sauerstoff nicht nur aus den unter ihr verlaufenden Blutgefäßen, sondern auch aus der Umgebung. Dem entsprechend ist es wichtig, dass die Haut genug mit frischer Luft versorgt wird.
An diesem Punkt nun kommt die Kleidung ins Spiel: T-Shirts, Jeans und Co, die aus synthetischen Fasern hergestellt wurden, sind nicht atmungsaktiv, lassen also zu der Haut keine Luft durch – ein gesunder Stoffwechsel derselben ist damit zumindest erschwert. Naturfasern hingegen können mit einer hohen Luftdurchlässigkeit punkten und stehen der O2-Versorgung nicht im Weg. Die bessere Versorgung mit Luft macht sich auch praktisch bemerkbar: Träger von Viskose, Baumwolle oder Leinen geraten weniger leicht ins Schwitzen.

Der Unterschied ist im wahrsten Sinne des Wortes deutlich spürbar

Was beim Shopping-Trip ebenfalls nicht vergessen werden sollte: Die Haut ist nicht nur ein atmungsaktives Organ – sondern eines, das mit äußerst sensiblen Sensoren ausgestattet ist. Diese machen uns empfindsam, lassen erspüren, ob etwas kalt oder warm ist, ob uns etwas drückt oder wir auf angenehme Art und Weise berührt werden. Die Reize werden direkt an das Gehirn weitergeleitet, das diese dann als positiv oder negativ wertet. Wer ein Kleidungsstück aus Naturfasern überzieht, wird den Unterschied zur synthetischen Ware deutlich auf der Haut spüren: Der Tragekomfort ist schlichtweg größer. Das sorgt für positive Reize, die sogleich das gesamte Wohlbefinden steigern – man fühlt sich sprichwörtlich wohler in seiner Haut.

Das Durchatmen gilt nicht nur für die Haut

Täglicher Tragekomfort und ein gut atmende Haut lassen die Kaufentscheidung zu Naturfasern bereits leichter fallen. In die Waagschale passt aber auch noch ein anderer Aspekt, der sich langfristig auf die allgemeinen Lebensqualität niederschlägt: Wird die Nachfrage nach Baumwolle und Co gesteigert wird, werden in der Industrie die Textilfabriken abgebaut, die synthetische Stoffe herstellen. Die künstlichen Fasern werden dort unter hohem Energieverbrauch aus Erdöl hergestellt und belasten dabei sowohl Luft als auch Wasser mit Schadstoffen. Zwar sind aufgrund der hiesigen, strengen Umweltrichtlinien kaum noch Textilfabriken in Deutschland zu finden, doch die globale Luftverschmutzung wird sich früher oder später auch bei uns auswirken – und das Atmen reiner Luft immer schwieriger. Ohnehin führen Wissenschaftler die allgemeine Zunahme an Allergien auf die erhöhte Umweltbelastung zurück.

Nur Bio-Mode garantiert optimalen Umweltschutz

Doch selbst wer darauf achtet, seine Kleidung nur aus Naturfasern zu kaufen, tut der Umwelt nicht unbedingt Gutes: Baumwollplantagen werden in aller Regel mit Pestiziden und Kunstdünger getränkt, damit die Pflanzen möglichst schnell und ergiebig heranwachsen. Schließlich ist die weltweite Nachfrage extrem – und der Baumwollhandel ein Milliardengeschäft. Nicht zuletzt kommt auch die Ernte nicht ohne Chemie aus: Maschinelles Pflücken erfordert den Einsatz von chemischen Entlaubungsmitteln.
Es ist die eine Frage, ob man das chemisch erzeugte Produkt hautnah an sich heranlassen will – immerhin ist eine direkte gesundheitliche Gefährdung nicht nachweisbar. Die noch wichtigere Frage ist jedoch, wie lange unser Umweltsystem ein solches Vorgehen noch verkraften kann. Dabei gibt es eine Alternative, mit der jeder Konsument seinen Teil zu mehr Umweltbewusstsein beitragen kann: Bio-Mode. Diese wird allein aus Naturfasern produziert, die absolut schadstofffrei und ohne den Einsatz chemischer Mittel heranwuchs. Gepflückt wird auf Bio-Baumwoll-Plantagen auch noch per Hand, was die Baumwolle von vornherein reiner und qualitativ hochwertiger werden lässt.
Wer also in puncto Qualität und Umweltbewusstsein auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nicht nur im Supermarkt, sondern auch im Modegeschäft auf das Argument Bio setzen. Befürchten, dass solche Mode schwer zu finden ist, muss man längst nicht mehr: Das Angebot ist riesig und bedient alle Nischen. Wichtig ist, dass die Fashion-Artikel ausdrücklich als biologisch korrekt gekennzeichnet sind – so wie beispielsweise bei dem Online-Shop Witt Weiden (http://www.witt-weiden.de/faire-kleidung).

Lohnender Einsatz

Es liegt schon in der Natur der Sache, dass Bio-Mode mit den Dumpingpreisen der Großindustrie nicht mithalten kann. Die ungeschönte Preiswahrheit ist, dass man den ein oder anderen Euro mehr investieren muss.
Der Einsatz steht somit, der Lohn aber auch: Ein höherer Preis – aber eine gute Investition in Gesundheit, Seele und Gewissen. Und das ist unbezahlbar: Man denke nur an den Biss in den Apfel.

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