Gut geschützt mit sekundären Pflanzenstoffen

Abwehrstark & vital

Nahrung macht nicht nur satt. Sekundäre Pflanzenstoffe können auch vor Infektionen, Herz-Kreislaufleiden und sogar Krebs bewahren. Was die wertvollen Schutzstoffe für unser Wohlbefinden tun können

Geht es um den Einfluss der Nahrung auf den Gesundheitszustand, ist immer häufiger von sekundären Pflanzenstoffen die Rede. Tatsächlich kann ein hoher Gemüse- und Obstverzehr beispielsweise das Risiko für Krebsleiden nachweislich senken. Auch weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Studien belegt.
Die gesundheitsfördernden bioaktiven Substanzen wurden erstmals vor rund 100 Jahren von dem Mediziner und Nobelpreisträger Albrecht Kossel (1853 – 1927) unter dem Begriff der sekundären Pflanzenstoffe zusammengefasst. Heute weiß man, dass sie ebenso unverzichtbar für den Menschen sind, wie die bekannten primären Pflanzenstoffe – damit sind Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Proteine, Fette oder auch Vitamine gemeint.
Sekundäre Pflanzenstoffe dienen den Pflanzen als lebensnotwendige Abwehrstoffe gegen Schädlinge, schützen sie vor UV-Licht und sorgen für ein gesundes Wachstum. Darüber hinaus verleihen sie vielen Obst- und Gemüsesorten ihre bunte Farbe und den oft unverwechselbaren Geschmack.
Die Anzahl der in der Natur vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe schätzt man auf 400.000, die in der Nahrung auf bis zu 10.000 Arten. Eine beeindruckende Vielfalt, von der wir bei gemischter Kost täglich etwa 1,5 Gramm verzehren, Vegetarier deutlich mehr. Vier wichtige Vertreter sind:

Polyphenole. Sie zählen zu den bekanntesten sekundären Pflanzenstoffen, darunter auch die viel zitierten Flavonoide. Sie kommen reichhaltig in Rote Bete, Rotkohl, Auberginen, Kirschen und Trauben vor. Auch in grünem Tee findet man sie in Form der sogenannten Catechine.
Polyphenole wirken ▪ antioxidativ, also als Radikalenfänger ▪ blutdruck- und ▪ blutzuckersenkend ▪ entzündungs-hemmend sowie ▪ krebshemmend.
Studien belegen, dass eine hohe Zufuhr von Polyphenolen aus Obst und Gemüse etwa das Magen-, Dickdarm- und Brustkrebsrisiko senken kann. Als sehr effektiv hat sich dabei die Ellagsäure erwiesen. Sie kann die Gefäßversorgung von Tumoren hemmen und steckt besonders schmackhaft in Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Walnüssen.
Auch Anthocyane – erkennbar an der roten bis blauvioletten Färbung von Kirschen, Blutorangen oder Auberginen – gelten als hochwirksam für den Stoffwechsel. Sie können unter anderem die Netzhautdurchblutung und damit die Sehfähigkeit verbessern.

Karotinoide in orange-roten Obst- und Gemüsesorten und grünblättrigem Gemüse wirken ebenfalls antioxidativ und krebshemmend. Gute Quellen sind Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Karotten, Kürbis, rote Grapefruits oder Aprikosen.
Gut erforscht ist vor allem das sogenannte Betakarotin (z. B. in Karotten und Süßkartoffeln), das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Es stärkt die Abwehrkraft und erhöht die Aktivität der körpereigenen Killerzellen. Umso hilfreicher ist es bei einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel im Alter oder auch bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis.
Wichtig: Gekochte bzw. gedämpfte Möhren sind den rohen vorzuziehen, weil der Körper ihre wertvollen Inhaltsstoffe dann besser verwerten kann. Hohe Bioverfügbarkeit nennen das Fachleute. Zum Vergleich: Liegt diese für rohe Möhren unter drei Prozent, steigt sie im erhitzten Zustand auf über 15 Prozent! Gleiches gilt für Tomaten: Frisch gekochte Suppe oder Saucen sind gesundheitsfördernder als rohe Tomaten. Das enthaltene Lykopin kann übrigens auch den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen.

Sulfide bilden eine weitere große Gruppe. Liliengewächse wie Knoblauch, Zwiebeln, Schalotten, Schnittlauch und Lauch enthalten die schwefel- bzw. sulfidhaltigen Inhaltsstoffe.
Sie wirken ▪ krebshemmend (vor allem gegen Magen- und Darmkrebs) ▪ antioxidativ ▪ entzündungshemmend ▪ cholesterin- ▪ und blutdrucksenkend und ▪ beugen Thrombosen vor. Auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall können sie mindern, wie Studien ergaben.

Phyto-Östrogene ähneln in ihrer chemischen Struktur den im Körper gebildeten Östrogenen. Isoflavonoide zum Beispiel finden sich in Hülsenfrüchten wie Sojabohnen und daraus hergestellten Produkten wie Tofu. Lignane stecken vorwiegend in Leinsamen, Kürbiskernen, frischem Gemüse und Getreide.
Studien zeigen, dass sie vor allem gegen hormonbezogene Krebsarten wie Brust-, Gebärmutterschleimhaut- und Prostatakrebs wirksam sind. Interessant ist auch, dass in Asien und Lateinamerika, wo diese Nahrungsmittel reichlich konsumiert werden, manche Krankheiten der westlichen Zivilisation weitaus weniger bekannt sind. Krebs oder Probleme mit dem Cholesterin kennt man dort nur selten, einen Begriff für Wechseljahres-beschwerden bei Männern und Frauen zumeist gar nicht.

Natürlich vorsorgen

Vor allem bei Lebensmitteln aus regionaler Ernte und bei möglichst frischem Verzehr profitiert man von der Heilkraft der sekundären Pflanzenstoffe. Das zu beherzigen, fällt im modernen Alltag oft nicht leicht. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesmenge von fünf Portionen Obst und Gemüse erreichen hierzulande noch nicht einmal 20 Prozent der Erwachsenen. Das hat die nationale Verzehrsstudie ergeben.
Eine gute Alternative bieten hier Vitalstoffpräparate mit sekundären Pflanzenstoffen in konzentrierter Form. Sie können die Abwehrkräfte des Körpers nachhaltig steigern. Flüssige Konzentrate (z. B. „Vitalkomplex Dr. Wolz“) versorgen den Körper zusätzlich mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Bereits 20 Milliliter enthalten die gleiche Menge sekundärer Pflanzenstoffe und Polyphenole wie 800 Gramm frisches Obst und Gemüse.
Fazit: Eine gezielte Versorgung mit sekundären Pflanzenstoffen kann vor allem bei einem hohen Stresslevel und in besonderen Lebenssituationen hilfreich sein – ob bei Krankheit oder auch Alltagsbeschwerden wie Müdigkeit und Erschöpfung.

Buchtipp & Info:

▪ Dr. rer. nat. Anja Irmler/ Dr. med. Georg Wolz: „Sekundäre Pflanzenstoffe – Einsatz in der naturheilkundlichen Therapie“, Eubiotika M.O., ISBN: 978-3-944592-10-7, € 9,80
▪ Reinhard Eichelbeck: „Gesundheit, die man essen kann“, BIO Ritter Verlag, ISBN: 978-3-920788-53-1, € 29,80
www.vitalkomplex-drwolz.de

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