Liebst Du Dich mit Haut und Haar?

Über den Einsatz von Silikon in Pflegeprodukten

Es sind drei Dinge, die die unzähligen Kunden im BioMarkt „La Vida“ in Utting am Ammersee zu schätzen wissen: Die familiäre, lockere Atmosphäre im Laden, die hochwertige Auswahl an kontrollierten Lebensmitteln und das unermüdliche Engagement von Inhaberin Sylvia Haslauer für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Mit lauter Stimme klärt sie regelmäßig über die Gefahren auf, die in der Industrialisierung von Landwirtschaft und Lebensmitteln lauern oder aber auch in der recht fragwürdigen Herstellung von Kosmetikprodukten. Bestes Beispiel: Der Einsatz von Silikonen in Pflegeprodukten für Haut und Haar.
Um hier immer auf dem neuesten Stand zu sein, wendet sich Sylvia Haslauer gerne an die Haarwuchsexpertin Gabriele Meier, die in Schondorf am Ammersee den ganzheitlichen Schönheitssalon „Die Haarkünstler“ betreibt. Sie ist es auch, die uns die oft gestellte Frage beantworten kann, warum in der Kosmetik, vor allem in Haarpflegeprodukten, Silikon ein angeblich so unverzichtbarer Bestandteil ist?
„Wie so oft geht es auch hier in erster Linie um Profitmaximierung“, erklärt Gabriele Meier. „Das Verwenden von hochwertigen, pflanzlichen Ölen in Produkten wie Shampoo, Kuren, Spülungen, Farben oder Stylingprodukten ist weitaus kostspieliger als der Einsatz von Silikon, mit dem sich kurzfristig sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielen lassen. Aber eben nur kurzfristig und genau das ist das Fatale daran!“
Fatal deswegen, weil sich die Kopfhaut und auch das Haar nach dem ersten Auftragen silikonhaltiger Pflegeprodukte zwar sehr weich und geschmeidig anfühlen, auf längere Sicht aber die natürliche Regeneration der Haut massiv einschränkt und das Haarwachstum be- wenn nicht sogar verhindert (Haarausfall!).
„Sie müssen sich vorstellen, dass alleine das Auftragen von silikonhaltigen Shampoos nichts anderes ist wie wenn man sich nach und nach eine hauchdünne Plastikfolie über den Kopf zieht. Klingt im ersten Moment vielleicht recht amüsant, aber bedenkt man, dass unsere Haut das größte Atmungs- und Ausscheidungsorgan ist, das wir haben…dann kann`s einem schon eiskalt den Rücken `runterlaufen“, fügt Sylvia Haslauer hinzu und weist mit Recht darauf hin, dass ganz besonders bei silikonhaltigen Babyshampoos alle Alarmglocken schrillen sollten! „Nicht nur aufgrund des Silikongehalts sondern auch wegen der – gut aufpassen! - beigemischten Betäubungsmittel, die dafür sorgen, dass beim Haarewaschen die Augen nicht tränen….“
Zu erwähnen, dass im BioMarkt „La Vida“ ausschließlich natürliche Haarpflegeprodukte zu finden sind, erübrigt sich an dieser Stelle.

Doch was kann der Konsument, der vielleicht seit Jahren seine Kopfhaut mit einer „Frischhaltefolie“ überzogen hat, nun tun? Wie lange dauert es, bis sich Haut und Haar umgestellt haben, um wieder natürlich wachsen und regenerieren zu können?

„Oberstes Gebot“, so Gabriele Meier, „ist die ausschließliche Verwendung von silikonfreien Produkten! Ausschließlich bedeutet, dass sie auf keinen Fall mit herkömmlichen Pflegemitteln kombiniert werden dürfen. Nur der vollständige Verzicht auf silikonhaltige Produkte hilft. Sie werden sehen, nach ungefähr drei, vier Wochen verwandeln sich ihre zunächst schlaff hängenden Haare in eine fliegende, füllige Haarpracht. Gut, ich räume ein, dass Haarpflegeprodukte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen teurer sind als jene mit Gift- und Schadstoffen, aber wie in so vielen anderen Bereichen sollte man sich auch hier die Frage stellen: Bin ich es mir wert?“

(www.biomarkt-lavida.de; www.diehaarkuenstler.de)

Sascha Ruck

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