Rheuma? Heilfasten hilft bei rheumatischer Arthritis

Die richtige Ernährung bei chronischen Schmerzen

Heilfastenkur mit Obst und Gemüse

Morgens kam Frau Müller nur unter Schmerzen aus dem Bett. Die rheumatische Arthritis machte ihr zu Schaffen. Nein – es musste etwas geschehen. Denn bis jetzt konnte ihr niemand helfen. Die Aussage der Ärzte: „Sie leiden an Rheuma. Hier sind Tabletten gegen die Schmerzen“.

Mit dieser Aussage wollte sich Frau Müller nicht zufrieden geben. So kontaktierte sie einen Heilpraktiker. Und erst dieser gab ihr die entscheidende Initialzündung: „Frau Müller, ihre Gelenke sind entzündet. Das muss sich ändern. Die Schmerzen werden sonst bleiben!“ Und dann kam der Ausdruck, den sie irgendwie schon kannte, aber nicht so recht einordnen konnte: Heilfasten.

Wie geht Heilfasten?

Heilfasten. Aber wie geht das? Wie lange muss ich das machen? Hilft das wirklich?

Der Heilpraktiker kannte die Antworten. Und so entschloss sich Frau Müller noch am selben Tag: Ich mache eine Heilfastenkur.

Unter fachgerechter Anleitung sollen Patienten während der Kur nicht mehr als 500 Kalorien täglich zu sich nehmen. Dies kann in rein flüssiger Form geschehen (Tee, Obst- Gemüsesäfte und Brühe), wie es der Arzt Otto Buchinger propagierte. Oder in Form einer Molke- und Buttermilchkur. Weiter gibt es das Schleimfasten. Hier werden Hafer- und Reisschleim verwendet.

Frau Müller erhielt für sieben Tage eine Heilfastenkur nach Buchinger. Neben Tee und Wasser gab es täglich Obst- und Gemüsesäfte oder auch Gemüsebrühe. Die Kalorienaufnahme wurde auf 300 pro Tag begrenzt.

Anfängliche Fastenkrisen

Anfangs können beim Heilfasten sogenannte Fastenkrisen auftreten. Diese können sich in leichten Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Kreislaufproblemen zeigen. Aber diese Symptome sagen: Im Körper verändert sich etwas. In den meisten Fällen verschwinden die genannten Probleme nach 2-3 Tagen.

Und ein Tipp gegen Hungergefühle: Kaumuskeln stillhalten. Keine Kaugummis! Denn durch die Kaubewegung erhält das Gehirn die Information: Gleich kommt Essen! Und der Körper wird zur Nahrungsaufnahme vorbereitet. Aber da kommt nichts! Der Hypothalamus im Gehirn reagiert auf die Fehlmeldung und produziert ein Hungergefühl. Also: kein Kauen – weniger Hunger.

Nach sieben Tagen des Heilfastens zieht Frau Müller erste Bilanz: „Hoppla, beim Aufstehen tue ich mir leichter. Schmerzen sind weniger!“

Was war passiert? Erste Erfolge

Beim Fasten verringern sich die entzündungsbefeuernden Stoffe. Zum Beispiel wird das Hormon Leptin gehemmt. Leptin gilt als starker Rheumaverursacher. Es fördert die Produktion von autoaggresiven T-Helferzellen. Diese sind unter anderem verantwortlich für die Entzündung beim Rheuma.

Ebenso produziert der Körper während des Fastens vermehrt Cortisol. Das Hormon wirkt entzündungs- und schmerzhemmend.

Leptin-Hemmung und erhöhte Cortisolkonzentration sind wissenschaftlich belegt. Studien zeigen: Mit Hilfe des sogenannten Ritchie-Indexes lassen sich folgende Resultate des Heilfastens darstellen: Verbesserungen in der Druckempfindlichkeit von Gelenken, Schmerzintensität sowie Morgensteifigkeit. Die Entzündungswerte gehen messbar zurück.

Frau Müller ist begeistert. Unter Anleitung Ihres Heilpraktikers gibt es nun einmal im Jahr Heilfasten. Frau Müllers weiser Spruch: Bei morgendlicher Aufstehqual – Heilfasten ist die erste Wahl!

biomagazin.de

Andreas Ritter

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