Studie mit 96.000 Teilnehmern: Vegetarier leben 9.5 Jahre länger!

Ohne Fleisch lebt es sich gesünder

Die neuesten Ergebnisse der Adventisten-Gesundheitsstudie 2 (Adventist Health Study-2) mit 96.000 Teilnehmern aus den USA und Kanada bestätigen, dass die Vegetarier unter den Adventisten inzwischen die am längsten lebende, wissenschaftlich untersuchte Bevölkerungsgruppe der Welt darstellen.
Die Adventist Health Study ist eine Serie von Studien der Loma Linda Universität aus Kalifornien. Bereits in den Siebziger und Achtziger Jahren wurde gezeigt, dass Vegetarier länger leben als Nicht-Vegetarier: Frauen hatten eine 4,4 Jahre und Männer eine 7,3 Jahre höhere Lebenserwartung im Vergleich zur kalifornischen Bevölkerung. Dies wurde jetzt noch deutlich übertroffen. Seit 2002 läuft die unabhängige Adventist Health Study-2, welche vom National Cancer Institute, National Institutes for Health, US-Landwirtschaftministerium und World Cancer Research Fund finanziert wird.

Die Adventisten-Gesundheitsstudie 2

Jetzt präsentierte der leitende Wissenschaftler und Arzt, Gary E. Fraser, die dramatischen Zwischenergebnisse der Studie auf der Konferenz & Expo für Lebensmittel und Ernährung an der Akademie für Ernährung und Diätetik: Die männlichen Vegetarier der Adventisten werden durchschnittlich 83,3 Jahre alt und die vegetarisch-lebenden Frauen 85,7 Jahre - das sind 9,5 beziehungsweise 6,1 Jahre länger als die restliche kalifornische Bevölkerung, erklärte Fraser. Diese Ergebnisse zeigen noch deutlicher als zuvor, dass gesundheitsbewußte Vegetarier deutlich länger leben und gesund bleiben.

Weitere Ergebnisse der Adventist Health Study 2

* Veganer (reine Pflanzenköstler) sind im Durchschnitt 13,6 kg leichter als Nicht-Vegetarier.
* Veganer haben einen um fünf Einheiten niedrigeren BMI als Nicht-Vegetarier.
* Vegetarier und Veganer sind weniger insulinresistent als Nicht-Vegetarier.
* Veganer haben am wenigsten Bluthochdruck und das geringste Risiko für Typ-2-Diabetes.
* Im Vergleich mit Pflanzenköstlern haben Nicht-Vegetarier, die Fleisch essen, ein viermal so hohes Risiko, Typ 2-Diabetes mellitus zu entwickeln.
* Die Blutwerte von C-reaktivem Protein (Entzündungsmarker), IGF-1 (Wachstumsfaktor) und Insulin waren bei Vegetariern niedriger.
* Schlanke machen häufiger regelmäßig Sport, essen pflanzlich und vermeiden Zigaretten im Vergleich zu übergewichtigen Personen. Dies weist darauf hin, dass zahlreiche Faktoren die Gesundheit der Studienteilnehmer verstärken.

Ohne Fleisch lebt es sich gesünder

Nicht nur das Weglassen von Fleisch wirkt sich positiv aus. Auch Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte, die von Vegetariern häufig verzehrt werden, können per se das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes senken und die Gewichtskontrolle und Gehirnfunktion verbessern, berichtet die Loma Linda Universität. Insgesamt hatten die Vegetarier eine gesündere Lebensweise, die zu diesem einmaligen Ergebnis mitbeiträgt.
Als epidemiologische, lebendige Beispiele dienen hier unter anderem die Ergebnisse der China Study, die bereits veröffentlichten Ergebnisse der Adventist Health Study sowie die Bewohner von Okinawa, die in einer langjährigen Studie genau untersucht wurden und bisher als die am längsten lebenden Erdenbürger galten. Vom ersten Platz der "durchschnittlichen" Lebenserwartung wurden sie zwar nun verdrängt, doch Okinawa bietet immer noch ein besonderes Phänomen: Auf Okinawa leben anteilig die meisten über 100-Jährigen der Welt.
Die vitalen "Golden Agers" ernähren sich traditionell und überwiegend pflanzlich. Sobald sie sich jedoch auf die westliche Ernährung einlassen, sind sie den Zivilisationskrankheiten genauso ausgeliefert wie wir. Dieser Umkehrprozess mit all seinen Folgen ist bereits im vollen Gange und verdrängt die Männer auf Okinawa in Sachen Lebenserwartung vom ersten Platz der Welt auf den letzten Japans.

Insulin-Index: Steak setzt 27 Prozent mehr Insulin frei als Pasta al dente

Die westliche Ernährung hält ein insulinogenes Highlight nach dem anderen bereit. Mahlzeiten, die tierisches Protein und Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index kombinieren, wie zum Beispiel Steak mit Kartoffeln, führen zu einer besonders hohen Insulinausschüttung und zu einem schnellen Blutzuckerabfall. So steigt die Sucht nach den anabolen, sympathikomimetischen, serotonergen Insulinwirkungen stetig an. Ein Teufelskreis, der abdominale Fettleibigkeit, Fettleber, Insulinresistenz und das metabolische Syndrom im Schlepptau hat und die Tür für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs öffnet.

Ex-US-Präsident Bill Clinton: "Eine vegane Ernährung half mir, 11 Kilo abzunehmen, und hat mein Leben gerettet."

Nach einem Herzinfarkt, vier Beipässen und zwei Stents stieg er auf Anraten von Dean Ornish auf fettarme, rein pflanzliche Vollwertkost um. Das Ornish-Konzept hilft sogar verengte Herzkranzgefäße wieder zu weiten. In einer zweijährigen klinischen Studie verhinderten Prostatakrebs-Patienten das Fortschreiten ihrer Erkrankung.
Der Dr. Jacobs Weg ist eine Weiterentwicklung des Ornish-Konzepts unter Berücksichtigung der Insulin-, pH und Redox-Wirkung der Ernährungs- und Lebensweise. Eine überwiegend pflanzliche Ernährung ist die Grundlage des Dr. Jacobs Weges; sie wird von den führenden Ernährungswissenschaftlern Elmadfa und Leitzmann als die natürliche, evolutionsbedingte Ernährung des Menschen beschrieben.

Zentrale Themen

* Insulin macht uns erst groß, dann dick und dann krank.
* Glykämischer Index Insulin-Index
* Harvard-Studie mit 442.000 Teilnehmern: Fleisch erhöht stark das Diabetesrisiko, Vollkornprodukte senken es.
* Kuhmilch enthält 3,75 mal mehr Methionin als Humanmilch. Tierprotein ist besonders reich an Methionin (säurebildend, prooxidativ, Abbau zu Homocystein). Was ist für den Menschen "artgemäß"?
* Methioninrestriktion kann Zellalterung und Tumorwachstum verlangsamen.
* Welche Rolle spielt oxidiertes Methionin in der Pathogenese von Alzheimer und BSE?
* Die wirkungsvollsten Ernährungstherapien bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und rheumatischen Erkrankungen
* Proteinreiche Low-Carb Diäten führen zu schnellen Wasser- und Gewichtsverlusten, aber können langfristig der Gesundheit schaden.
* Wie sinnvoll ist eine ketogene Diät bei Krebs?
* Weniger ist mehr: Ernährung bei Prostatakrebs

Dr. Jacob's Institut für komplementär-medizinische Forschung

Das Dr. Jacob´s Institut hat sich zum Ziel gemacht, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungswissenschaft, Naturheilkunde und Erfahrungsheilkunde wissenschaftlich aufzuklären und dadurch zur Verbesserung und zum Erhalt wertvoller Präventionsmaßnahmen und Therapien beizutragen. Da Prävention immer besser ist als Therapie, liegt der Schwerpunkt auf Ernährung und Lebensweise. Diese haben auch bei der Therapie der klassischen Zivilisationserkrankungen einen hohen Stellenwert. "Primum nihil nocere, secundum bene facer" ist der Leitsatz des Dr. Jacob's Instituts. Erstens: Nicht schaden. Zweitens: Gutes bewirken.

Weitere Informationen:
http://www.drjacobsinstitut.de

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